Frachtschiff und Flugzeug

Kühne Center für Nachhaltige Globalisierung

Das Kühne Center for Sustainable Globalization ist ein Forschungszentrum am Department of Economics, das auf einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen der Kühne-Stiftung und der Universität Zürich basiert. Ziel des Centers ist es eine führende Rolle in der Diskussion  zur wirtschaftlichen Globalisierung zu übernehmen - indem es relevante Forschung betreibt und seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich macht. Im Rahmen dieser Förderung bleibt die Lehr- und Forschungsfreiheit der Universität Zürich vollumfänglich gewährleistet.

Den Kern des Centers bildet die Kühne-Stiftungsprofessur für Internationalen Handel. Geleitet wird das Center von Professor Ralph Ossa, der ein führender Experte für Handelspolitik ist. Seine Forschung umfasst ein breites Spektrum an Fragen mit Schwerpunkt auf der Ökonomie von Handelskriegen und Handelsgesprächen.

Das Center beherbergt zudem eine Reihe von Forschenden, die während ihrer Forschungszeit ordentliche Mitglieder des Department of Economics sind. Sie alle konzentrieren sich auf Forschungsprojekte, die der Mission des Kühne Centers dienen: Auf der Basis von zuverlässigen und fundierten Informationen neue Antworten auf die Herausforderungen des globalen Handels zu geben.

Eine Übersicht über alle Forschenden des Centers finden Sie hier: Menschen am Center

 

News und Medien


Die Zukunft des Welthandels: Handelskriege, Protektionismus, Globalisierung

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die globalen Handelsbeziehungen umgekrempelt. Die Globalisierung war jedoch schon vor Trump angeschlagen, wie ein Bericht der NZZ zeigt. Zusammen mit drei weiteren Ökonomen liefert Ralph Ossa im Gespräch mit NZZ Antworten zur Entwicklung der Handelspolitik.  

Ossa weist im Artikel unter anderem auf die prekäre Lage der WTO hin, die sich momentan in einer existenziellen Krise befindet und mittlerweile sogar ihre Kernaufgaben nicht mehr erfüllen kann. Die Politik ist aufgefordert, die WTO möglichst rasch zu reformieren. Angesprochen auf die Zukunft der Schweizer Wirtschaft betont der Ökonom die essenzielle Bedeutung des Handels mit den EU-Nachbarn: «Deswegen ist es auch so wichtig, für stabile Handelsbeziehungen mit der EU zu sorgen oder sich zumindest der enormen Kosten einer ernsthaften Störung bewusst zu sein», so Ossa.

NZZ Artikel


Der neuste Schachzug im Handelskrieg

Ralph Ossa

2019-08-07: Sieben Yuen für einen Dollar: mit der Überschreitung dieser bis anhin magischen Grenze erreicht der Handelskonflikt zwischen USA und China eine neue Eskalationsstufe. Trump wirf China Währungsmanipulation vor, China weist die Vorwürfe zurück. Eine Einschätzung über die Vor- und Nachteile der chinesischen Taktik von Ralph Ossa in «10 vor 10» und der «Tagesschau».

10 vor 10, Tagesschau


Handelsabkommen: Kritik ernst nehmen

2017-07-19: In seinem jüngsten Beitrag auf der online Plattform «Die Volkswirtschaft» erläutert Ralph Ossa, welchen volkswirtschaftlichen Schaden der Zusammenbruch unseres multilateralen Handelssystems zur Folge hätte. Seinen Berechnungen nach können im schlimmsten Fall 25 Prozent der Handelsgewinne zerstört werden. Dabei handelt es sich um einen Durchschnittswert, der stark von Land zu Land variiert. Auch die Schweiz müsste mit grossen Einbussen rechnen: ganze 14 Prozent würde das Schweizer Realeinkommen gemäss Ossas Berechnungen einbrechen. Als Ursachen für die Neuorientierung der amerikanischen Handelspolitik sieht Ossa drei Hauptgründe. Erstens die wachsende Abneigung gegenüber dem Aussenhandel bei bestimmten Bevölkerungsschichten, die durch den Handel mit China viel verloren. Zweitens der Frust von US-Unternehmen über den Schutz ihres geistigen Eigentums in China sowie über den dortigen Staatskapitalismus, dem die WTO nur bedingt Einhalt gebieten kann. Und drittens das schweinbar vorliegende Missverständnis in der Trump-Administration, dass Aussenhandel ein Nullsummenspiel sei, bei dem die USA entweder gewinnen oder verlieren. In seinem Beitrag geht Ossa besonders auf den zweiten Grund ein und erklärt, warum es beim amerikanisch-chinesische Handelskrieg nicht in erster Linie um Zollpolitik geht, sondern um das Sicherstellen von Standards.

Artikel lesen auf dievolkswirtschaft.ch


Willkommen Michael Blanga-Gubbay

Michael_Blanga_Gubbay

2019-07-19: Wir begrüssen Michael Blanga-Gubbay als Affiliated Member am Kühne Center. Michael ist Doktorand in Quantitative Economics am European Center for Advanced Research in Economics and Statistics (ECARES) an der Université libre de Bruxelles. Im September 2020 kommt er als Post-Doc an das Department of Economics der Universität Zürich.


Wir heissen Emily Blanchard als akademischen Gast willkommen

Emily Blanchard

Emily Blanchard ist Ausserordentliche Professorin an der Tuck School of Business am Dartmouth College sowie ein Forschungsmitglied am Center for Economic Policy Research (CEPR). Für das Studienjahr 2019/20 besucht sie das Kühne Center für Nachhaltige Globalisierung als akademischer Gast.
Die Forschung von Professor Blanchard liegt an der Schnittstelle zwischen internationaler Ökonomie und Public Policy. Sie hat ausführlich darüber geforscht, wie ausländische Investitionen und globale Wertschöpfungsketten die Rolle von Handelsabkommen im 21. Jahrhundert verändern und wie Globalisierung und Bildung politische und wirtschaftliche Ergebnisse innerhalb und zwischen Ländern beeinflussen. Ihre Forschungsarbeiten werden in führenden Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter "Review of Economic Studies", "Journal of International Economics", "Review of Economics and Statistics" und "World Trade Review". Zudem ist sie Mitglied mehrerer Redaktionen. Um Forschung in die Praxis umzusetzen, hat sie unter anderem mit der Welthandelsorganisation, der Weltbank, der UNIDO und dem Institute for Research on Public Policy gearbeitet.

Emily Blanchards Webseite


Gründe für den Handelsstreit

Bild Ralph Ossa

2019-05-14: Die grossen chinesischen Handelsüberschüsse werden oft als Hauptgrund für die von den USA erhobenen Sonderzölle und den Handelsstreit genannt. Im Interview mit der «Tagesschau» erläutert Ralph Ossa eine Reihe von weiteren Gründen: Einerseits gibt es Bedenken bezüglich des Schutzes von geistigem Eigentum und andererseits hat China immer noch eine sehr hohe Anzahl von Staatsbetrieben. Die Vergabe von Krediten und Subventionen an Staatsbetriebe in China ist intransparent. Daher befürchten marktwirtschaftlich orientierte Länder, dass die globalen Wettbewerbsbedingen verzerrt werden und ihre Betriebe nicht mit den chinesischen Mitbewerbern konkurrieren können.

SRF Tagesschau (ab min. 12:00)


Die WTO feiert ihr 25-jähriges Bestehen

Ralph Ossa

2019-04-15: Protektionismus statt freier Handel, Strafzölle statt Abbau von Handelsschranken. Weltweit ist die liberale Wirtschaftsordnung in den letzten Jahren unter Druck geraten. Das spürt auch die Welthandelsorganisation (WTO), die zunehmend an Einfluss verliert. SRF Tagesschau spricht dazu mit Ralph Ossa, der auf die zweifaltige Aufgabe der WTO hinweist: «Auf der einen Seite ist die WTO dafür da die Handelsliberalisierung voranzutreiben. Andererseits, und das wird oft vergessen, soll die WTO ja auch Handelskriege verhindern». Ralph Ossa erinnert dabei an die Anfänge der WTO, bzw. ihres Vorgängers, des GATT: «Diese entstanden aus der Erfahrung, dass Handelskriege keine Gewinner kennen, weswegen sich die Länder auf gemeinsame Handelsabkommen geeinigt haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Staaten auch aus der jetzigen Krise lernen und sich neu zu Handelskooperationen bekennen.»

SRF Tagesschau